Bei Licht ist es schlimmer

Persönliches Highlight des Monats: Eine Kurzgeschichte direkt an Halloween veröffentlichen - in einem richtigen Heft! Gestern kam das Monsterheft heraus, das eine Sammlung von Kurzgeschichten rund um Monster präsentiert. Ich freue mich sehr, dass meine kleine Story es ins Heft geschafft hat. Macht es euch gemütlich, dimmt das Licht und erwartet vor Allem nicht zu viel. Es … Bei Licht ist es schlimmer weiterlesen

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Schwank Nummer drei: Spiel mit Geistern

Viele Leute haben zumindest als Kind sicher mal Gläserrücken gespielt oder ihr Glück mit einem Ouija-Brett versucht. Für alle, die dies nicht getan haben: Das ist ein Spiel, bei dem angeblich Kontakt zu einem Geist hergestellt werden kann. Die Regeln fürs Gläserrücken sind einfach: Man bastelt aus Holz, Pappe oder einfach einem Blatt Papier ein … Schwank Nummer drei: Spiel mit Geistern weiterlesen

Noch ein Schwank aus meiner Jugend: Das Dachbodenzimmer

Im letzten Beitrag habe ich euch von den seltsamen, eierförmigen Spinnen erzählt, denen ich als Kind auf einer Lichtung begegnet bin, und deren Existenz ich mir bis heute nicht erklären kann. Die einleuchtendste Lösung des Rätsels ist wohl, dass ich das Ganze nur geträumt habe und ‎mich über die Jahre so intensiv mit der Erinnerung … Noch ein Schwank aus meiner Jugend: Das Dachbodenzimmer weiterlesen

Ein Schwank aus meiner Jugend

Ich erzähle euch eine Geschichte, die mir bis heute Rätsel aufgibt. Meine Kindheit verlief, würde ich sagen, ziemlich unkonventionell. Zumindest, was die Umgebung angeht. Zwischen vier und siebzehn Jahren wuchs ich in einem Hotel auf. Meine Eltern pachteten es direkt nach dem Mauerfall in Hoffnung auf ein erfolgreicheres Leben, und am Anfang lief es sogar … Ein Schwank aus meiner Jugend weiterlesen

Fragen über Fragen

Fragen sind ein unglaublich wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wissenschaften konnten nur entstehen, weil wir uns Fragen stellen. Fragen zu stellen, um Antworten zu finden - also letztlich, um Wissen zu generieren - ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Fragen sind die Grundlage für Medizin, Physik oder Sozialwissenschaften. Ohne sie gäbe es keinen Computer, auf dem ich diese … Fragen über Fragen weiterlesen

Wie die Gefühle des Protagonisten uns (nicht) erreichen

An diese Frage möchte ich endlich mal wieder “Bio-Logisch” herangehen: Warum fühlen wir bei manchen Storys mit dem Protagonisten mit und bei anderen nicht? Was passiert da in uns, wie kann ich das biologisch erklären? Wenn wir ein Buch lesen, einen Film gucken oder sonstwie eine Geschichte verfolgen, können wir von der Story emotional ergriffen … Wie die Gefühle des Protagonisten uns (nicht) erreichen weiterlesen

It follows – ein ungewöhnlich(er) guter Horrorfilm

(Bild: https://twitter.com/itfollowsfilm) Ich möchte gar keine Filmrezensionen schreiben. Nennen wir das hier keine Rezension, sondern einen Aufhänger. Ich nehme den Film als Anlass, um euch zu zeigen, dass eine wirklich gute (und spannende!) Horrorstory überhaupt kein ausgefallenes Monster braucht. It follows ist ein Beispiel dafür, dass eine Story durchgehend Spannung erzeugen kann, völlig ohne Dunkelheit oder … It follows – ein ungewöhnlich(er) guter Horrorfilm weiterlesen

Identifikation mit dem Protagonisten: Ein Mysterium

Gerade im Horror-Genre ist die Suche nach einer wirklich guten Geschichte leider nicht oft von Erfolg gekrönt. Zu viele Bücher und Filme vertrauen darauf, dass man die Zuschauer bloß erschrecken muss. Wenn genügend Blut fließt, genug Knochen brechen und die Monster abstoßend sind, dann kriegt der Horror-Fan doch, was er wollte. Oder nicht? Geschichten, die … Identifikation mit dem Protagonisten: Ein Mysterium weiterlesen

Kraft der Gedanken

Wenn man Noël Carrolls großes Buch* über Horror liest, wird einem erst klar, wie viele paradoxe Fragen das Horror Genre aufwirft: Warum ist Horror ausgerechnet zur Zeit der wissenschaftlichen Revolution aufgeblüht, als die Gesellschaft begann, rationaler zu denken? Warum gruseln wir uns gerne, wo Angst doch ein negatives Gefühl ist? Warum setzen wir uns dieser … Kraft der Gedanken weiterlesen

Horrorfilme gucke ich ungern alleine, aber NICHT weil ich Schiss hätte

Machst du das auch? Jemand lächelt, ich muss automatisch zurücklächeln. Selbst bei wildfremden Leuten passiert mir das. Wenn ich einen guten Freund nach langer Zeit wiedersehe, kann ich mein breites Grinsen nicht mal unterdrücken, wenn ich es versuche. Anderes Beispiel, selbes Phänomen: Du kommst nach hause und dein Partner/Kind/Mitbewohner ist schlecht drauf. Verdirbt dir das … Horrorfilme gucke ich ungern alleine, aber NICHT weil ich Schiss hätte weiterlesen

In jedem Monster steckt auch ein Clown

Stephen King schrieb im Vorwort einer Kurzgeschichte in Basar der Bösen Träume: “Ja, ich mag Horrostorys. Ich mag aber auch Krimis, Spannungsromane, Seeabenteuer und Lyrik... Um nur einiges zu nennen. Außerdem lese und schreibe ich gern Geschichten, die ich lustig finde, was niemanden überraschen sollte, denn Humor und Horror sind siamesische Zwillinge.” Als ich zum … In jedem Monster steckt auch ein Clown weiterlesen

Gib mir einen Spiegel, und du kannst das Monster behalten

Hast du dich mal gefragt, wo der Unterschied zwischen Märchen-Monstern und Monstern in Horrorgeschichten liegt? Ich auch nicht. Aber gerade habe ich einen Artikel von The Journal of Aesthetics and Art Criticism dazu gelesen, der nicht nur diesen Unterschied erklärt hat, sondern mich noch in einem anderen Punkt erleuchtet hat. Aber eins nach dem Anderen. … Gib mir einen Spiegel, und du kannst das Monster behalten weiterlesen

Monster sind auf zwei Arten gefährlich

Eine Art, auf die sie gefährlich sind, ist offensichtlich: Fast alle Monster, egal ob in Büchern, TV-Serien, Filmen, Bettgeschichten oder Spielen, können uns körperlich verletzen. Sie sind immer riesengroß, gut bewaffnet oder beides. Das macht sie für uns genauso gefährlich wie ein hungriger Tiger, ein aggressiver Schimpanse (die sind stärker, als man denkt) oder ein wütender … Monster sind auf zwei Arten gefährlich weiterlesen

Wir wollen Monster nicht sehen, sondern erahnen

...zumindest, wenn wir uns ordentlich gruseln wollen. Du hast das sicher schon erlebt: Ein dunkler Wald, sinnvolle Dialoge, spannende Musik - der Film fängt vielversprechend an. Und dann wird nach fünf Minuten schon das Monster gezeigt, und zwar in Gänze und unverhüllt. Storys, die das machen, sind für mich sofort gestorben, die Spannung ist dahin. Aber … Wir wollen Monster nicht sehen, sondern erahnen weiterlesen

Warum liefern wir uns Horror freiwillig aus?

„Ein Unfall auf der anderen Straßenseite. Wie schrecklich! Da muss ich hingucken.“ Wer kennt dieses Klischee nicht? Sich für etwas Schreckliches zu interessieren, gilt normalerweise als verwerflich. Dabei steckt dahinter etwas, das evolutiv gesehen durchaus Sinn hat. Wie so oft in der Wissenschaft, hilft ein Blick auf die Sache, wenn sie nicht funktioniert: Eine Frau, deren Amygdala … Warum liefern wir uns Horror freiwillig aus? weiterlesen

Unechte Gefahren, echte Angst

Autoren, Filme- und Hörspielmacher können froh sein, dass wir uns nicht nur vor echten, sondern auch vor unrealistischen Gefahren fürchten. Unser Gehirn ist scheinbar nicht sehr gut darin, “echte” Gefahren von “unechten” (z.B. Fernsehbildern) zu unterscheiden. Nicht umsonst griffen Wissenschaftler für die Erforschung von Angst-Reaktionen besonders gern zu The Shining und Das Schweigen der Lämmer, … Unechte Gefahren, echte Angst weiterlesen

Warum haben wir Angst?

Die Wissenschaft vermutet, dass weit verbreitete Ängste - z.B. vor Spinnen, Schlangen oder großer Höhe - einen evolutiven Ursprung haben und nicht (nur) anerzogen sind. Demnach sind unsere Ängste das Resultat einer millionenjahrelangen Anpassung, um Gefahren schnell zu erkennen und zu überleben, indem wir ihnen erfolgreich ausweichen. Alle gesunden Menschen haben Angst, denn wir alle haben … Warum haben wir Angst? weiterlesen

Die Liebe zur Angst

Angst ist ein grässliches Gefühl. Niemand fühlt sich wohl, wenn im Vorstellungsgespräch die Hände schwitzig werden und die Stimme beginnt, zu beben. Die Überwindung, den Schwarm endlich auf einen Kaffee einzuladen, kostet ganz schön Mut. Und Bungee-Jumping? Ich würde nicht mal vom 10-Meter-Turm springen... Trotzdem liebe ich gruselige Bücher und Horrorfilme. Obwohl sie mir Angst … Die Liebe zur Angst weiterlesen